Wie Sie den Schlaf zu sich einladen können

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Die Schlaflosigkeit nimmt zu,das zeigen Studien immer wieder. Weil regelmäßiger Schlaf für unsere Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Resilienz essenziell ist, habe ich Ihnen hier drei Tipps für leichtes Einschlafen zusammengestellt.

Normalerweise schlafe ich sehr gut. Doch jetzt war da dieses Armkissen, weil ich mir die Schulter gebrochen hatte, und an Durchschlafen war nicht zu denken. Denken ist in diesem Zusammenhang ein guter Begriff, denn ich hatte nachts plötzlich viel Zeit um über alles Mögliche und Unmögliche nachzudenken. Nach vier Wochen ohne guten Schlaf, war mein Seelenkostüm sehr dünn geworden, und ich habe gefühlt, wie wichtig guter Schlaf ist für die Lebensqualität ist. Das hat mich dazu bewogen, mich mehr mit dem Thema „Schlafen“ zu beschäftigen.

Schlaflosigkeit nimmt zu
Dass das Thema Schlaflosigkeit ein aktuelles ist, wurde im Herbst 2019 im Gesundheitsbericht der Barmer Krankenkasse beschrieben.
https://www.sueddeutsche.de/bayern/studie-der-barmer-schlaflosigkeit-in-bayern-nimmt-stetig-zu-1.4625284
Demnach ist der Stress im Beruf ein Grund für schlechten Schlaf. Dazu kommen private Sorgen und auch der Umgang mit Smartphone und PC.

Was geschieht im Körper während wir schlafen?
Im Jahre 1928 entwickelte der Neurologe Hans Berger das Elektroenzephalogramm (EEG), mit dem Hirnströme aufgezeichnet werden können. Seitdem ist nachweisbar, dass manche Hirnareale im Schlaf aktiver sind, als im wachen Zustand. Im Schlaf werden Wachstumshormone ausgeschüttet, die für das Zellwachstum notwendig sind. Das Immunsystem wird gestärkt, Wunden verheilen schneller, Gelerntes wird ins Langzeitgedächtnis übernommen, die Muskulatur kann entspannen und das am Tag Erlebte wird verarbeitet. Diese Aufzählung ist nicht vollständig, zeigt jedoch, dass schlecht schlafen keine Bagatelle ist. Schlechter Schlaf führt zu Konzentrationsschwierigkeiten, mindert die Reaktionsgeschwindigkeit, trübt die Urteilskraft und das Gedächtnis.

Wie lange sollte man schlafen?
Die Schlafdauer ist individuell und kann sich auch verändern. Eine Schlafdauer von 5 bis 10 Stunden wird von Schlafforschern als normal angesehen. Das bedeutet, weniger als 5 Stunden sind auf Dauer nicht gesundheitsfördernd und mehr als 10 Stunden pro Nacht auch nicht. Wenn man sich tagsüber fit und tatkräftig fühlt, dann war die Schlafdauer ausreichend. Übrigens ist das Durchschlafen ein Mythos. Wer gelegentlich nachts aufwacht, sollte sich keine Sorgen machen. Für Naturvölker ist es völlig normal, nachts aufzuwachen um dann später wieder einzuschlafen.

Was kann man tun, wenn man regelmäßig schlecht schläft?
Da es viele verschiedene Ursachen für schlechten Schlaf gibt, sollte von einem Arzt geklärt werden, was der Grund für den schlechten Schlaf ist. Es gibt einige körperliche Erkrankungen, wie zum Beispiel Schilddrüsenüberfunktion, die das Ein- und Durchschlafen verhindern.

Oft genug sind jedoch seelische Probleme der Grund für Schlafprobleme. Sorgen oder Stress am Arbeitsplatz oder auch unbewusste Themen sorgen ebenfalls für schlaflose Nächte.

 

Wie Sie den Schlaf einladen
Wie bei vielen Themen, ist man auch bei Schlaflosigkeit eingeladen, für sich selbst zu testen, was einem gut tut. Was dem einen Menschen gut hilft, passt für den anderen nicht.
Vielleicht haben Sie Lust, die folgenden drei Tipps auszuprobieren ?

Handy und TV
Handy, Tablet und TV strahlen kein gedämpftes Licht, sondern blaues Licht aus. Das hält uns wach, daher sollte im Schlafzimmer keines dieser Geräte benutzt werden. Lesen Sie lieber noch einige Seiten in einem Buch – kein EBook – oder lauschen Sie einem Hörbuch. Eine Phantasiereise zum Anhören kann ebenfalls sehr entspannend wirken.

Sport am Abend
Intensives sportliches Training weniger als 2 Stunden vor dem Zubettgehen kann den Schlaf stören. Bei größeren körperlichen Anstrengungen werden Areale im Gehirn aktiviert, die das Einschlafen erschweren können. Außerdem wird dadurch das Gedankenzentrum aktiviert. Besser sind spätabends entspannende Aktivitäten, wie zum Beispiel ein Spaziergang.

Im Münchner Merkur wurde im März 2019 eine Studie von Sportwissenschaftler der ETH Zürich zitiert und sie fanden heraus:
Wer weniger als eine Stunde vorm Zubettgehen intensiv trainiert,läuft tatsächlich Gefahr, länger fürs Einschlafen zu brauchen und weniger Schlaf zu bekommen. Auf andere Aspekte wie Tiefschlafphasen oder die Häufigkeit des Aufwachens wirkte sich die Bewegung hingegen nicht aus.“

Grübeln? – Nein danke
Wenn wir nachts aufwachen, halten uns oft Gedanken wach. Unverarbeitet Erlebnisinhalte, was-wir-hätten-tun-sollen oder was-wir-noch-dringend-erledigen müssen drehen sich dann wie Endlosschleifen. Eine Möglichkeit, diese Schleifen zu verlassen ist, die Gedanken aufzuschreiben. Legen Sie sich neben ihr Bett Papier und Stift. Wenn Sie dann nachts ins Grübeln kommen, schreiben Sie die Gedanken auf. Damit können Sie sie loslassen und am nächsten Morgen entscheiden, was davon wirklich wichtig ist.

Wenn Sie Schlafprobleme haben, und ärztlich bereits abgeklärt wurde, dass es keine körperliche Ursache gibt, dann sollten Sie sich über meine Schlafwerkstatt informieren. Ich biete ein wirksames Konzept mit Autosystemhypnose für einen besseren Schlaf an. Wenn Sie interessiert sind, dann reservieren Sie sich gerne Ihren Termin für ein unverbindliches, telefonisches Gespräch mit mir.

Herzliche Grüße Ihre Petra Staab

 

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