Drei Tipps wie du innere Ruhe finden kannst

innere Ruhe finden

Was bedeutet für dich innere Ruhe erleben ? Diese Frage habe ich den Menschen in meinem Umfeld gestellt. In einer Zeit, in der wir täglich von Terror, Flucht und Konflikten hören, stellen wir uns diese Frage vielleicht öfter. Für manche Menschen scheint es gar unmöglich, in sich selbst Frieden zu empfinden, ohne Frieden in der Welt. Unser Inneres ist der Bereich, den wir wirklich beeinflussen können. Der Platz, an dem wir ein Zuhause und Frieden finden können. Dabei bin ich mir bewusst, dass es Einflüsse gibt, die inneren Frieden verhindern können und dass es ein Prozess ist, zu sich zu finden.
Antworten, die ich auf meine Frage bekommen habe, waren:

  • Weniger Selbstkritik
  • In der Gegenwart leben können, keine Sorgen haben
  • Die eigene Vergangenheit integriert zu haben
  • Gesund sein
  • Gut damit umgehen können, wenn es nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle
  • Mit sich im Reinen sein, ein Gefühl von „ Es ist gut so wie es ist „

 

Mit sich im Reinen sein, in sich ruhen – im Urlaub ist das wahrscheinlich leichter. Doch was ist mit dem Alltag, wie gelingt es im Alltag, innere Ruhe zu empfinden.

Tipp 1 – Der magische Moment
Miesmacher, Anrempler, Vordrängler und Falschparker –  solche Zeitgenossen ( Männer und Frauen) gibt es. Es ist unsere Entscheidung, wie sehr wir uns von dem Verhalten anderer beeinflussen lassen. Es ist nicht die Situation, die die Gefühle auslöst. Sondern unsere Bewertung der Situation. Gefühle werden durch Gedanken, durch die Bewertung einer Situation erzeugt. Wenn also Gedanken der Empörung (Was fällt denn dem ein, wieso parkt der so…), Gefühle wie Ärger und Wut hervorrufen können, dann liegt der Schluss nahe, dass andere Gedanken, andere Gefühle erzeugen.

Zunächst ist es daher sinnvoll, in Distanz zu den eigenen Gedanken zu gehen. Sage zu dir   selbst „Stopp“. Werde dir dann bewusst, was du gerade denkst, welche Bewertungen du innerlich abgibst. Und dann kannst du dich entscheiden. Es ist wirklich nur ein Moment, in dem du dich dazu entscheidest, dich entweder dem Ärger hinzugeben. Oder, einen anderen Weg zu gehen. Dieser Moment ist magisch, denn er entscheidet darüber, wie es dir geht. Frage dich selbst, welche anderen Gedanken würden mir jetzt guttun?

„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit „

Viktor Frankl

Tipp 2 – Sich selbst ein guter Freund sein
Neben der Erwartungshaltung an andere, dem Verständnis dafür, dass andere sich nicht immer so verhalten, wie wir es gerne möchten, gibt es noch eine andere wichtige Haltung für inneren Frieden. Es ist der Umgang mit uns selbst.
Sich selbst ein guter Freund zu sein, verlässlich, empathisch, die eigenen Bedürfnisse zu kennen und ihnen nachzugehen. Liebevoll zu sich selbst zu sein, kann man üben. In der Gesellschaft und den Medien wird uns oft vermittelt, dass perfekt zu sein, immer Leistung zu bringen und sich hohe Ziele zu stecken, wichtig sind. Kein Wunder also, dass viele Menschen an sich selbst sehr hohe Erwartungen haben. Möglichst immer perfekt zu sein, immer alles zu 100% erledigen, sich keine Fehler erlauben, das kann sehr anstrengend sein. Wenn wir mal scheitern, stehen wir ganz schnell auf, richten die Krone, und versichern, dass wir ab jetzt nur noch motivierter sind. Nur ja nicht zugeben, dass es nicht gut anfühlt, etwas falsch gemacht zu haben, oder auch sich einzugestehen, überfordert zu sein, nicht 100% geschafft zu haben.

Ein guter Freund würde stattdessen Verständnis zeigen, und zugestehen, dass da vielleicht Tränen sind und auch das Bedürfnis einfach mal laut das Wort mit „Sch…“ zu sagen.

Und genau darum geht es, wenn du dir selbst ein guter Freund sein willst. Selbstmitgefühl bedeutet, auch unsere Schattenseiten anzunehmen. Dem eigenen Schmerz nicht aus dem Weg gehen, sondern ihm freundlich, mitfühlend zu begegnen, ist eine Frage der inneren Haltung.

Denn nur was wir annehmen, können wir auch verändern.

 

 

Tipp 3  – Meditation
Meine Überzeugung ist, dass wir bereits alles in uns haben, was wir brauchen. Unser inneres Potenzial ist größer, als wir oft denken. Wir haben eine innere Stimme, ein Bauchgefühl, das uns den Weg, der für uns richtig ist, zeigt. Oft sind wir im Alltag so beschäftigt, dass wir die innere Stimme nicht mehr hören. Eine gute Möglichkeit um uns wieder zu orientieren, ist die Meditation.

 

Bereits 10 Minuten täglich, die du dir Zeit für dein Inneres nimmst, können dir mehr Gelassenheit und inneren Frieden schenken. Du kannst erfahren, wie du Kraft aus deiner inneren Quelle schöpfst. Dabei ist es nach meiner Erfahrung nicht wichtig, ob du auf einem Meditationskissen sitzt, das Sofa oder ein Stuhl gehen auch. Fünf Minuten jeden Tag sind besser als gar nicht. Probier es einfach mal aus.
Veränderung beginnt in dir

 

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